Herzenssache R(h)einland

Gemeinsam den Rhein und seine Natur von Müll befreien.
Jeder kann helfen.

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Der Rhein. Heimat zahlreicher Fischarten, Wasservögel und Amphibien, Trinkwasserlieferant, Warentransporteur, Lebensspender von seinen sprudelnden Quellen im Schweizer Kanton Graubünden bis zum Mündungsdelta an der niederländischen Nordseeküste.

Wanderwege säumen seine Ufer, führen hinaus aus grauen Städten und hin zu Landschaften von teils wunderschöner Romantik, wie dem Mittelrheintal mit seinen Burgen und Schlössern, der Kirschblüte, den Sagen und Legenden. Dies alles ist hinlänglich bekannt – und auch, dass der Rhein sich nicht ewig wehren kann gegen das, was wir ihm zumuten. Giftige Abwässer, Dreck und Müll, alles verschwindet in den braunen Fluten, tötet die Flussbewohner und kommt über Kläranlagen zurück in unser Trinkwassersystem.

Aber damit nicht genug: Auch die Ufer vermüllen zusehends. Von Lebensmittelresten und Zigarettenkippen über kaputte Kühlschränke bis hin zu ganzen Ladungen alter Autoreifen türmt sich an und auf den Wegen entlang des Rheins der Abfall unserer Gesellschaft auf. Achtlos weggeworfen, nach mir die Sintflut.

Ich gehe oft am Fluss spazieren, und seit Längerem schon begleitet mich dabei jedes Mal eine Rolle Mülltüten. Denn ich sammle Unrat auf, weil ich sehe, wie sehr die Natur darunter leidet, aus der ich Kraft und Inspiration für meine Arbeit als Künstler ziehe.

Doch ein einzelner Mensch allein kann die Umwelt nicht retten, so gern er das auch möchte. Deshalb will ich nun eine Initiative gründen: Herzenssache R(h)einland. Gesucht werden große und kleine Freunde der Natur am Rhein, die eine Patenschaft übernehmen möchten für einen Kilometer Rheinufer in der Nähe ihres Wohnorts. Ich hoffe dabei auf die Bereitschaft Aller, ihr „Patenkind“ regelmäßig zu besuchen, um den Weg, seine grünen Randbereiche und die Böschung von ihrem erdrückenden, unansehnlichen Müllbelag zu befreien.

Der Lohn dieses Einsatzes ist nicht nur das Wissen um eine gute Tat. Auch der Blick aus dem Fenster, beim Wandern oder auf eigene Fotos im Internet tut der Seele gut, wenn er eine saubere Landschaft zeigt, die grünt und blüht, weil man sie mit helfenden Händen betreut hat. Demnächst werden wir nähere Einzelheiten bekanntgeben. Angedacht ist zum Beispiel, kleine Taschen-Aschenbecher an die Paten zu verteilen, die sie unterwegs Rauchern anbieten können, damit deren Zigarettenkippen nicht länger in der Natur landen. Wir erwägen auch die Ausgabe von Müllsäcken und einer Urkunde. Bleiben Sie interessiert, und schauen Sie bald wieder auf diese Website!

Ihr
Dennis Josef Meseg